Besetzerkollektiv ruft zur Unterzeichnung einer Solidaritätserklärung auf

Das Besetzerkollektiv der Wilhelm-Raabe-Straße 4 ruft dazu auf, eine Solidaritätserklärung zu unterzeichnen.

Erklärung:

(Hier gleich online unterzeichnen)

Wohraummangel und hohe Mieten gehen uns alle an.
Solidarität mit den Wohnungsbesetzungen in der Wilhelm-Raabe-Straße 4

Dass in Stuttgart Wohnungen besetzt werden müssen, ist aufgrund der akuten Wohnungsnot eine Notwendigkeit. Es ist ein Unding, dass es so viele Menschen gibt, die keinen bezahlbaren Wohnraum finden. Es ist ein Unding, dass gleichzeitig tausende Wohnungen leer stehen. Und: Es ist ein Unding, dass die Stadt Stuttgart, das Land und der Bund dieses Problem nicht effektiv lösen können oder wollen.

Das Problem besteht seit Jahren und spitzt sich immer mehr zu. Auch wir kennen das selbst oder kennen Leute, die das betrifft. Ob Alleinstehende, Familien mit Kindern oder junge und ältere Menschen, jeder und jede der auf Mietwohnungen angewiesen ist, leidet darunter. Menschen leiden unter einem Wohnungsmarkt, auf dem Profitgier

ROCKPOLITIK in der besetzten Wilhelm-Raabe-Straße 4

Die Stadträte Tom Adler, Hannes Rockenbauch und Luigi Pantisano waren mit der Live-Sendung “Rockpolitik” am vergangenen Montag zu Besuch in der besetzten Wohnung in der Wilhelm-Raabe-Str. 4. Adriana, die mit ihrer jungen Familie in eine der besetzten Wohnungen eingezogen ist, hat ebenfalls teilgenommen und spricht u.a. über ihre Beweggründe zu der Besetzungsaktion.

Hier gehts zur “Rockpolitik” Sendung auf Youtube

Stuttgarter Nachrichten: Die gepflegte Hausbesetzung

150 Leute marschieren am Samstag nach einer Protestveranstaltung in das Haus in der Heslacher Wilhelm-Raabe-Straße, zwei Familien beschließen spontan zu bleiben. Jetzt sind sie Hausbesetzer. Von den Nachbarn erfahren sie großen Zuspruch.

Stuttgart – Wasserwerfer, Polizisten, vernagelte Fenster, verrammelte Türen: Das war in den 80ern die übliche Kulisse, wenn die Tagesschau wieder von Krawallen in der Hamburger Hafenstraße berichtete. Man sprach vom „Häuserkampf“ und sah Straßenschlachten. Hausbesetzung heute geht ganz anders.

Die Haustür der Wilhelm-Raabe-Straße 4 steht offen. Die namenlosen Klingeltasten müssen die der Besetzer sein. Nachbarn, Unterstützer und Neugierige, werden freundlich in den Hinterhof gelotst. Hier stehen Kaffee, Limonade und Biertischgarnituren bereit. „Es kommen ja den ganzen Tag über Leute“, sagt Fatima Raad, die mit Mann und Kind schon seit Jahren mit einem Mietvertrag im Haus wohnt. Über ihre neuen Mitbewohner, die am Samstag nach

Einzugsfest mit Kulturprogramm am 5. Mai

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

seit fast einer Woche leben wir nun im Viertel und uns gefällt es sehr. Wir wurden von euch herzlich, verständnisvoll und solidarisch aufgenommen. Viele von euch sind bereits in der Wilhelm-Raabe-Straße vorbei gekommen, haben ihre Unterstützung bekundet, ihre Hilfe angeboten oder sich einfach mit uns unterhalten. Dafür möchten wir uns bei euch bedanken.

Am Samstag sind wir schließlich schon eine Woche hier. Dies wollen wir zum Anlass nehmen um vor allem mit euch nochmal ins Gespräch zu kommen. Darum möchten wir euch noch einmal zu einer Einzugsfeier einladen. Wir wollen uns vorstellen, es wird ein kleines Programm mit Musik und Inhalten geben, dazu Kaffee und Kuchen. Für Kinderbetreuung ist natürlich auch gesorgt.

Das Fest beginnt um 16 Uhr in, hinter und vor der Wilhelm-Raabe-Straße 4 und wird bis 20 Uhr dauern. Wir wollen so noch einmal einen Rahmen schaffen, um in gemütlicher Atmosphäre zusammenzukommen.

Rosevita und Adriana mit Familie

Besetzte Wohnungen in Stuttgart: Offener Brief an Eigentümer

Das BesetzerInnen-Kollektiv der Wilhelm-Raabe-Str. 4 richtet sich nun mit einem offenen Brief an die Eigentümer. Damit ist klar: Die BesetzerInnen sind gesprächsbereit und wollen sich an den Verhandlungstisch setzten – die Eigentümer bis dato nicht. Hinzu kommt, dass die BesetzerInnen aktuell keine direkt Möglichkeit einer direkten Kontaktaufnahme haben, da nur eine Postadresse in London bekannt ist.

Sehr geehrte Familie Passy,

leider können wir Sie nicht direkt kontaktieren – niemand hat eine Telefonnummer oder Emailadresse von Ihnen, wir verfügen lediglich über Ihre Postadresse in London. Nichteinmal die langjährigen Mieter des Hauses konnten uns dabei weiterhelfen. Daher senden wir ihnen diesen Brief auf Postwegen zu – da dies nach England aber dauert und es ja unbestreitbar ein allgemeines Interesse an unserem Anliegen gibt, veröffentlichen wir diesen Brief auch.

Wir besetzen Ihre Wohnungen in der Wilhelm-Raabe-Straße 4 nicht nur um ein symbolisches Zeichen